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Die Bugenhagenkirche

Die Konstituierung unserer Bugenhagen-Kirchengemeinde Hamburg-Rönneburg, die jüngste und 19. Gemeinde Harburgs, erfolgte am Ostermontag, dem 18. April 1960, im Rahmen eines Festgottesdienstes.

Vom Bauernhaus zur "Strohdachkirche"

1814: Mutmaßliche Erbauung des Reetdachhauses durch die Familie Garbers
1867 - 1907: Verkauf an die Familie Bockelmann
1907: Bau einer zum Hof gehörenden Scheune
1928: Bau einer Notwohnung in das Obergeschoss und Umbau eines Stalles zur Kammer
1930 - 1950: Verkauf an die Familie Henke
1954: Verkauf an das Landeskirchenamt Hannover
1955 - 1961: Umbau- und Renovierungsarbeiten des Reetdachhauses und des Kirchensaales
1960: Gründung der selbstständigen Kirchengemeinde Rönneburg
1965 - 1966: Bau des ersten Pfarrhauses
1967 - 1968: Bau des zweiten Pfarrhauses
1968 - 1969: Bau des Gemeindehauses
1974 - 1975: Bau des Kindergartens mit Küsterwohnung
1975 - 1976: Umbau des Reetdachhauses zur endgültigen Kirche mit angrenzender Altentagesstätte
1977: Aufstellung des Glockenturmes, Erstellung eines Behindertenzuganges zur Altentagesstätte
1984: Einbau der neuen Orgel

Die Bugenhagen-Glocke

Die Glocke mit dem Ton b'-1 war 1907 für die Heimfelder Paulusgemeinde als Teil eines Dreiklangs angefertigt worden und blieb in beiden Weltkriegen als einzige und kleinste Glocke der Gemeinde erhalten, während die anderen Glocken zu Kriegszwecken eingeschmolzen wurden. Nach dem Ende des zweiten Weltkrieges erhielt die Paulusgemeinde ein vollständiges Dreigeläut aus der zerstörten Harburger Dreifaltigkeitskirche; die kleine Glocke erhielt 1967 einen Behelfsglockenstuhl und wurde an der Flutbaracke Haakestraße in Heimfeld aufgestellt.
Als diese Kirchenbaracke anlässlich des Bauvorhabens "Gemeindezentrum an der Haakestraße" abgerissen wurde, hat unser damaliger Kirchenvorstand die Gelegenheit erkannt und mit den vorhandenen Glockenspenden den aus einer Balkenkonstruktion bestehenden Glockenturm samt Glocke erworben und 1977 in der Bugenhagen-Gemeinde neben dem Reetdachhaus aufstellen lassen.

Die Orgel in der Bugenhagenkirche

Die Orgel der Bugenhagenkirche besteht aus drei Werken, die in einem gemeinsamen Gehäuse zusammengefasst sind. In der Mitte steht das Hauptwerk mit seinem Mittelturm und den beiderseits übereinanderstehenden kleinen Pfeifenreihen. Das Pedalwerk ist geteilt und in zwei seitlichen Türmen an das Hauptwerk angefügt. Dazwischen befindet sich über dem Spieltisch das Brustwerk, dessen Pfeifen durch senkrechte bewegliche Lamellen abgedeckt sind, wodurch der Ton zum An- und Abschwellen gebracht werden kann. Die Formen und die Farbigkeit des Prospektes wurden aus der schon vorhandenen Formensprache des Altars, des Kreuzes und der Emporenbrüstung entwickelt. Die Kreisbögen am Altar und an den seitlichen Kreuzenden sind konvex nach außen gewölbt, an der Emporenbrüstung wechseln sie und umschließen in der Mitte einen Kreis. Altar, Kreuz und Orgel stellen ein aufeinander bezogenes und in seiner Gesamtheit einheitliches Bild in der Kirche dar.
Die Formen und Farben dieses Bildes sind nicht willkürlich, sondern unter Berücksichtigung uralter christlicher Symbolik entstanden.


Zur Zahlensymbolik:
Die Zahl drei weist auf das Fundament christlicher Glaubenslehre hin, die Heilige Dreieinigkeit. Die Dreizahl finden wir schon an den seitlichen Enden des Kreuzes und in den 2-3 Wölbungen am Altar. In der Orgel ist der dreiteilige Werkaufbau des Instrumentes im Äußeren zu erkennen.
Der höchste Punkt der Orgel schließt mit dem gelben Dreieck.
Auf der Zahl fünf basiert der Aufbau des Hauptwerkes. Das Fünfeck ist Symbol für Kosmos = Welt, aber auch für die fünf Wunden Christi und für Christus mit den vier Evangelisten. Im Orgelprospekt hat das Hauptwerk fünf Pfeifenreihen mit fünf großen Pfeifen im Mittelturm.
Auch die beiden Pedaltürme haben je fünf Pfeifen und alle Pfeifenreihen zusammen ergeben die Zahl sieben.
Die Zahl sieben ist eine heilige Zahl. Durch die ganze Bibel begegnet uns die Zahl sieben, wenn vom Handeln Gottes mit den Menschen die Rede ist, angefangen vom 7. Tag der Schöpfung bis zu den sieben Edelsteinen auf der Mauer des neuen Jerusalems.

Zur Farbsymbolik:
Das reine Weiß des Gehäuses symbolisiert das strahlende Licht, die unbedingte Wahrheit Gottes. Weiß wendet das Böse ab.
Das Blau der Schleierleisten und der Lamellen vor dem Brustwerk der Orgel ist Symbolträger für die Dreieinigkeit von Gott, Christus und Maria.
In der christlichen Malerei werden alle drei mit blauen Gewändern als Zeichen der völligen Verbundenheit dargestellt.
Das Gold-Gelb an der Spitze des Prospektes und an den Kreuzenden ist die Farbe der Offenbarung des Heiligen Geistes, golden ist die Spitze der pfingstlichen Flamme.
Wichtigster Teil der Orgel sind die silbernen Pfeifen. Silber versinnbildlicht Reinheit. Das göttliche Wort wird mit Silber verglichen.

 

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