Brief an die Gemeinde im September 2020

Rönneburg, im September 2020

Liebe Gemeinde!

„Zurück zur Normalität“ – das wünschen sich viele Menschen. Und sie denken dabei an die Zeit zurück, als man über die „Corona-Pandemie“ noch nichts wusste. Wohin aber hat uns denn die frühere „Normalität“ gebracht? Gesellschaftlich, kulturell, klimamäßig, wirtschaftlich, friedensmäßig und vor allem zum Thema Gerechtigkeit? Wenn ich nur auf die Wirtschaft schaue, dann fallen mir sofort Skandale wie Wirecard, Dieselskandal oder die Finanzkrise ein. Wie konnte es sein, dass korrupte Manager eines renommierten Konzerns wie VW es zuließen, dass bewusst eine „Schummelware“ in die Autos eingebaut werden konnte? Gier – keine Moral. Ich habe vor 3½ Jahren bewusst meinen VW-Golf verkauft. Aber was nützt das schon, kann man sich fragen. Nein, ich möchte nicht zurück zur „Normalität“, im Sinne wie es vorher war, auch wenn es für eine exportorientierte Wirtschaft wie Deutschland keine guten Nachrichten sind, wenn die Absatzmärkte wegbrechen. Aber brauchen wir z.B. soviel Flugverkehr, wie bisher? Ich verstehe das Virus auch als ein Sich- Wehren der Natur. Wir müssen die Welt neu denken, denn der naturwissenschaftlich-technologische Fortschritt hat sich vom moralischen Handeln entkoppelt. „Es gibt nichts, wovor die Manager mehr Angst haben“ – so wurde im SPIEGEL (Nr. 38) der Vorstandsvor-sitzende der Vereinigung der Aufsichtsräte in Deutschland zitiert.

Natürlich meine ich das nicht zynisch, im Sinne eines Begrüßens einer solchen Pandemie, denn jeder Tote ist zu beklagen. Aber es geht um ein Aufwachen. Wenn wir an unsere nachfolgenden Generationen denken, dann muss sich viel ändern. Und Katastrophen und Krisen erfordern oft Besinnung. In jeder Krise liegen große Chancen für notwendige Veränderungen. Wir bekommen plötzlich wieder ein Bewusstsein dafür, dass wir Menschen sterblich sind und dass das Leben ein auf Erden vergängliches Geschenk ist. Das kann dazu führen, dass wir unser Leben intensiver, achtsamer und bewusster gestalten. Kehrt um, ändert eure Gesinnung, so ruft uns schon damals der Täufer Johannes zu. Wir alle wollen im Geiste Christi leben und die „Frucht des Geistes ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut und Keuschheit… Wenn wir im Geist leben, so lasst uns auch im Geist wandeln. Lasst uns nicht nach eitler Ehre trachten, einander nicht herausfordern und beneiden.“ (Gal 5,22ff)

Wenn wir das gemeinsam als Christen leben, dann sind wir auch systemrelevant, weil das Evangelium von der „heilsamen Gnade Gottes“ (Titus 2,11) von Relevanz ist. Und menschliches Leben ist ein Geschenk der heilsamen Gnade Gottes. Und wir alle sind Botschafterinnen und Botschafter dieser heilsamen Gnade Gottes und erinnern daran, dass menschliches Leben nicht davon abhängig ist, ob jemand krank oder gesund, alt oder jung ist. Sondern wir alle verdanken unser Leben der Liebe und Gnade Gottes und wir sind selbst im Sterben in dieser Gnade und unendlichen Güte aufgehoben.

Wie geht es nun in weiter? Zum 01.09.20 tritt die neue SARS-CoV-Eindämmungs-Verordnung der Stadt Hamburg in Kraft mit Gültigkeit bis 30.11.2020. Sie finden diese in einer vollständigen und lesefreundlichen Version vor:

Hamburgische SARS-CoV-2-Eindämmungsverordnung

 

Für unsere Gemeinde tagt am 7. September erneut unser Kirchenge-meinderat. Wir wollen schauen, was die neue Rechtsverordnung für unsere Gemeindegruppen bedeuten kann. Uns allen liegt die Gemeindearbeit am Herzen. Dennoch gilt es, die Gesundheit und die Risiken nicht aus dem Blick zu verlieren. Lassen Sie uns miteinander guter Dinge bleiben.

Es bleibt uns nichts weiter übrig, als in Geduld zu warten, zu hoffen, zu beten und füreinander da zu sein.

Ihr Pastor Wolfgang Hohensee

 


Wenn Sie Fragen oder Hilfe brauchen, so rufen Sie uns gern an:

Pastor Wolfgang Hohensee 040-763 7981
Gemeindepädagogin Madita Hansen 040-763 8055
Gemeindesekretärin Dörte Schlicke 040-763 2435
Seniorenbeauftragte Waltraut Christoph 040-764 4571

 

Unsere Gottesdienste im September:

Sonntag, 6. September 2020 um 10 Uhr in der
Bugenhagenkirche (Pastor Hohensee)

Sonntag, 13. September 2020 um 10 Uhr in der
Bugenhagenkirche (Pastor Hohensee)

Sonntag, 20. September 2020 um 10 Uhr in der
Bugenhagenkirche (Pastor Hohensee)

Sonntag, 27. September 2020 um 10 Uhr in der
Bugenhagenkirche (Pastor Hohensee) 

Sonntag, 4. Oktober 2020 um 10 Uhr in der
Bugenhagenkirche (Pastor Hohensee) - Erntedankfest

 

Unsere Seniorenarbeit im September:

Mittwochs um 15 Uhr Seniorennachmittag im Gemeindesaal.
Freitag 25.09. und 23.10. um 14 Uhr Treffen im Garten oder Gemeindesaal.
Montag, 07.09. und 02.11. um 14 Uhr Gedächtnistraining im Garten (oder Gemeindesaal).
Donnerstag, 03.09., 01.10. und 05.11. um 15 Uhr Gesprächskreis im Gemeindesaal.
(Telefon Frau Christoph: 040-764 4571)

Unser Gemeindebüro im September:

Das Gemeindebüro ist zu den bekannten Bürozeiten geöffnet.
(Montags von 9-13 Uhr / Mittwochs von 9-13 Uhr / Donnerstags 15-18 Uhr)
(Telefon Frau Schlicke: 040-763 2435)

Unser Jugendbüro im September:

Das Jugendbüro ist geöffnet.
(Mittwochs von 11- 13 Uhr / Donnerstags 16-18 Uhr)
(Telefon Gemeindepädagogin Madita Hansen: 040- 763 8055)

 

Brief an die Gemeinde im August 2020

Rönneburg, im August 2020

Liebe Gemeinde!

„Ich krieg‘ die Krise“ – das hab‘ ich in den letzten Wochen öfter gehört. Menschen drücken damit aus, dass sie sich in ihrer gegenwärtigen Situation gefühlt oder faktisch überfordert fühlen. Besonders ältere Menschen leiden darunter, wenn ihnen der Kontakt plötzlich fehlt. Am 9. November 1989 antwortete Günter Schabowski vom SED-Politbüro auf die Frage, wann die neuen Ausreisebedingungen aus der DDR in Kraft träten: „…sofort, unverzüglich“. Das war so nicht geplant, aber es wurde tatsächlich wahr! Wie schön und erhebend, als Berlinerinnen und Berliner in der gleichen Nacht ungehindert die Mauer passieren durften!
Wäre das schön, wenn ein neuer Schabowski auf die Frage: „Ab wann ist die Corona-Pandemie vorbei?“ antworten könnte: „Nach meiner Kenntnis sofort, unverzüglich.“ Leider ist dem aber nicht so. Vielmehr werden die nächsten Wochen entscheiden, ob die Fallzahlen der Pandemie weiterhin steigen. Und die Ungeduld wächst. Wir wollen zurück zum normalen Leben. Wollen Gemeinschaft, Gespräch und miteinander Kaffeetrinken. Diese „Corona-Krise“ stellt aber auch unser bisheriges Leben in Frage. Was ist denn eigentlich das „normale Leben“? Wenn ich kritisch auf unsere Gesellschaft schaue, dann erkenne ich, wie wir permanent auf Überzeugungen programmiert werden, die uns selbst beschränken. Und plötzlich meinen wir, wir bräuchten etwas Äußeres, um uns innerlich anders bzw. besser zu fühlen. Denn darum geht es doch vor allem in der Werbung: die endlose Abhängigkeit und der Konsum von etwas, was von außen kommt, damit wir uns glücklich oder wohler fühlen. Solche Überzeugungen erinnern uns an unser Getrenntsein von der Ganzheit und werden uns ständig von den Medien eingetrichtert. Eine simple Strategie, denn indem man Menschen die Gefühle wie Mangel und Furcht vor Augen führt, sind sie weiterhin abhängig von jemandem oder etwas in ihrer Außenwelt, der oder das diese Gefühle zum Verschwinden bringt.

Vielleicht schlummert in uns allen ganz tief der Wunsch, ein selbstbestimmtes, sinnvolles und freies Leben nach eigenen Werten und Regeln zu führen. Es wäre doch ein gutes Ziel: ein einfaches, aber sinnvolles Leben zu führen. Ein Leben im Einklang mit Gott, mit sich selbst und der Natur, mit viel Zeit für Menschen um sich herum.
Wir haben die Wahl über unseren Alltag, denn wir entscheiden, inwieweit wir uns von Werbung und Konsumgedanken abhängig machen. Die letzten Wochen haben allen gezeigt, mit wie wenig wir doch auskommen.
Es war Jesus von Nazareth der von sich gesagt hat: Ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es in Fülle haben.

„Leben im Überfluss“ – Ist das für mich erstrebenswert? – Nein. Ich hab‘ es ja schon, das Leben im Überfluss, ich hab‘ es jeden Tag: Leben in der „Überfluss-Gesellschaft“, in der das Versprechen „Mehr von allem“ als Glücksverheißung ein Grundrauschen der medialen Werbung ist. Was aber wirklich zählt ist das Leben in der Gemeinschaft. Danach sehnen wir uns, der Austausch, das Einander-Trösten, -Ermutigen und -Zuhören. Und es fehlt uns der Gesang im Gottesdienst, das Lächeln ohne Maske und herzliche Begegnungen. Ich brauche kein Leben im Überfluss, aber ein Leben in Fülle bedeutet für mich die Zusage: Gott spricht mich an und ist mein Hirte. Mir wird nichts mangeln, auch wenn ich mal durch ein tiefes Tal gehen muss. So lassen Sie uns gemeinsam auf dem Weg des Glaubens bleiben.

Wie geht es nun in unserer Gemeinde weiter? Am 27. Juli hat unser Kirchengemeinderat getagt. Wir sind zu dem Ergebnis gekommen, weiterhin Vorsicht walten zu lassen und auf das Turnen und Singen und Kartenspielen in geschlossenen Räumen zu verzichten. Die Arbeit mit den Senioren soll endlich wieder im großen Saal beginnen. Natürlich machen wir uns auch schon Gedanken über die Weihnachtszeit und hoffen sehr, wieder in größerem Rahmen Gottesdienst zu feiern. Auf jeden Fall wollen wir unseren „Lebendigen Adventskalender“ wieder starten lassen und sind auf der Suche nach 23 Familien, die vom 1. bis 23. Dezember um 18 Uhr bei sich im Garten eine kleine Andacht anbieten können. Vielleicht ja auch bei Ihnen!? Rufen Sie mich gern an. Unklar ist auch noch, wann der nächste Gemeindebrief erscheinen wird. Es bleibt uns nichts weiter übrig, als in Geduld zu warten, zu hoffen, zu beten und füreinander da zu sein.

 

Ihr Pastor Wolfgang Hohensee

 


Wenn Sie Fragen oder Hilfe brauchen, so rufen Sie uns gern an:

Pastor Wolfgang Hohensee 040-763 7981
Gemeindepädagogin Madita Hansen 040-763 8055
Gemeindesekretärin Dörte Schlicke 040-763 2435
Seniorenbeauftragte Waltraut Christoph 040-764 4571

 

Unsere Gottesdienste im August:

Sonntag, 2. August 2020 um 10 Uhr in der
Bugenhagenkirche (Pastor Hohensee)

Sonntag, 9. August 2020 um 10 Uhr in der
Bugenhagenkirche (Pastor Hohensee)

Montag, 10. August 2020 um 18 Uhr in der
Bugenhagenkirche Einschulungsgottesdienst (Gemeindepädag. Madita Hansen) 

Sonntag, 16. August um 10 Uhr in der
Paul-Gerhardtgemeinde (Pastor Böhme)

Sonntag, 23. August 2020 um 10 Uhr in der
Bugenhagenkirche (Pastorin Brunow) 

Sonntag, 30. August um 10 Uhr in der
Paul-Gerhardtgemeinde (Pastor Böhme)

 

Unsere Seniorenarbeit im August:

Mittwochs um 15 Uhr Seniorennachmittag im Gemeindesaal.
Freitags um 14 Uhr Treffen im Garten oder Gemeindesaal.
Montag, 3. August um 14 Uhr Gedächtnistraining im Garten (oder Gemeindesaal).
Donnerstag, 6. August um 15 Uhr Gesprächskreis im Gemeindesaal.
(Telefon Frau Christoph: 040-764 4571)

Unser Gemeindebüro im August:

Das Gemeindebüro ist ab zu den bekannten Bürozeiten geöffnet.
(Montags von 9-13 Uhr / Mittwochs von 9-13 Uhr / Donnerstags 15-18 Uhr)
(Telefon Frau Schlicke: 040-763 2435)

Unser Jugendbüro im August:

Das Jugendbüro ist geöffnet.
(Mittwochs von 11- 13 Uhr / Donnerstags 16-18 Uhr)
(Telefon Gemeindepädagogin Madita Hansen: 040- 763 8055)

Brief an die Gemeinde im Juli 2020

Rönneburg, im Juli 2020

Liebe Gemeinde!

Es ist Sommer. Die Schulferien haben in Hamburg begonnen, und viele Familien sind froh irgendwo Urlaub machen zu können. Wohlwissend, dass dieser Urlaub anders wird. Denn ein unsichtbares Gespenst hat sich über das Land und auch über die Stimmung der Menschen gelegt. Ich spreche mit Menschen. Ich höre ihnen zu. Aber in diesen Tagen sind auch die Stimmen von ganz verschiedenen Emotionen geleitet. Manche haben Angst. Sie sorgen sich um nahe Angehörige aber auch um sich selbst. Was soll bloß werden? Andere wollen von dem Corona-Gespenst nichts mehr hören. Sie halten alles für übertrieben.
Leider sind wir immer noch davon betroffen, mit der weltweiten Corona-Pandemie umzugehen. Das Virus verbreitet sich schnell und betrifft viele Länder.

Die Krise, die wir in Deutschland erleben, ist im weltweiten Vergleich bisher gnädig geblieben. Bei uns sollte daher eine ehrliche, dankbare und selbstkritische Sichtweise angesagt sein.
Einige Menschen fühlen sich in diesen Zeiten verloren und einsam. Denen nahe zu sein, das liegt uns als Kirchengemeinde besonders am Herzen, denn in Krisen wie dieser merken wir, wie sehr wir einander brauchen. Da, wo wir können, sind wir alle gerufen, jene Menschen, die sich einsam und verloren fühlen, ein Stück des Weges mit ihnen zu gehen. Selbstverständlich müssen wir dabei die entsprechenden Abstandsregeln einhalten, denn wir wollen weder andere noch uns selbst gefährden. Wenn Sie Hilfe brauchen, so rufen Sie mich gern an.

Wir sind als Kirchengemeinde dabei die Möglichkeiten zu nutzen, die uns gegenwärtig gegeben sind. Wir feiern Gottesdienste, und auch im Gemeindesaal dürfen sich bis zu zehn Personen treffen, wenn die nötigen Hygiene- und Schutzmaßnahmen eingehalten werden. Leider dürfen wir im Gottesdienst und in der Kirche immer noch nicht singen oder Chorproben stattfinden lassen.

Ich möchte Sie aber alle ermuntern, gerade in dieser Sommerzeit jede Möglichkeit zu nutzen, um sich im Freien mit anderen Menschen zu treffen. Das persönliche Gespräch und das „Einander-Wahrnehmen“ ist Gemeinschaft, die wir alle brauchen.

Es scheint, als ob uns das Virus wie ein Sendbote aus der Zukunft daran erinnern und ermahnen möchte, dass die menschliche Zivilisation zu dicht, zu schnell, zu überhitzt geworden ist. Sie rast zu sehr in eine bestimmte Richtung, in der es keine Zukunft gibt. Aber sie kann sich neu erfinden. Ich hoffe die menschliche Zivilisation tut das, und unsere Aufgabe als Christen ist es, trotz aller äußeren Beschränkungen neue Kraft und Lebendigkeit auszustrahlen, denn unsere Hoffnung ist größer als alles Leid, denn sie speist sich von Ostern her. Vom Leben und der Auferstehung. Und so grüße ich Sie alle ganz herzlich mit den Worten von Dietrich Bonhoeffer. Sie geben Kraft, Mut und Hoffnung:

Ich glaube, dass Gott aus allem, auch aus dem Bösesten,
Gutes entstehen lassen kann und will.
Dafür braucht er Menschen, die sich alle Dinge zum Besten dienen lassen.

Ihr Pastor Wolfgang Hohensee

(Telefon 040-763 7981)

 

Unsere Gottesdienste im Juli:

Sonntag, 5. Juli 2020 um 10 Uhr in der
Bugenhagenkirche (Pastor Hohensee)

Sonntag, 12. Juli um 10 Uhr in der
Paul-Gerhardtgemeinde (Pastor Kannenberg)

Sonntag, 19. Juli 2020 um 10 Uhr in der
Bugenhagenkirche (Pastor Hohensee)

Sonntag, 26. Juli 2020 um 10 Uhr in der
Bugenhagenkirche (Pastor Hohensee)

Sonntag, 2. August 2020 um 10 Uhr in der
Bugenhagenkirche (Pastor Hohensee)

 

Unsere Seniorentagesstätte im Juli:

Die Seniorentagesstätte bleibt bis nach den Sommerferien geschlossen.
(Telefon Frau Christoph: 040 764 45 71)

 

Unser Gemeindebüro im Juli:

Das Gemeindebüro ist ab dem 13. Juli wieder zu den bekannten Bürozeiten geöffnet.
(Montags von 9-13 Uhr / Mittwochs von 9-13 Uhr / Donnerstags 15-18 Uhr)
(Telefon Frau Schlicke: 040 763 24 35)

 

Unser Jugendbüro im Juli:

Ab 20. Juli ist das Jugendbüro geöffnet.
(Mittwochs von 11- 13 Uhr / Donnerstags 16-18 Uhr)
(Telefon Gemeindepädagogin Madita Hansen: 040 763 80 55)

Neufassung der Hamburgischen SARS-CoV-2 Eindämmungsverordnung

Brief an die Gemeinde vom 30. Mai 2020

Liebe Gemeinde,

zuerst wünsche ich Ihnen von Herzen eine gesegnete Pfingstzeit.
Die Gemeinsamkeit von Pfingsten und der Corona-Pandemie besteht darin, dass es zwei Wirkkräfte sind, die beide nicht sichtbar sind.
Zwei Kräfte, die auf uns einwirken: Das Gute und das Böse. Yin und Yang.
Hass und Liebe. Tod und Leben.
Und in dem bekannten Pfingstlied O komm, du Geist der Wahrheit heißt es so schön:

O komm, du Geist der Wahrheit,
und kehrte bei uns ein,
verbreite Licht und Klarheit,
verbanne Trug und Schein.

Licht, Wahrheit und Klarheit, das wünschen wir uns in diesen Zeiten, in denen das Miteinander uns allen fehlt.
Gerade zu Pfingsten wurden die Schranken des Nicht-Verstehens überwunden. Menschen kamen zusammen und aus Fremden wurden Schwestern und Brüder.
Da wurden Feinde Jesu - wie Paulus – zu seinen Freunden. Da wurden Egoisten, die ihre Fäuste fest um ihren Besitz schlossen, in ungewohnter Weise freigebig. Da wurde die damalige Gesellschaftsordnung durchbrochen, und Sklaven und ihre Herren lebten zusammen als die Gemeinde der Freien.
Diesen Geist wünsche ich mir herbei. Wo ist dieser Geist, diese machvolle Wirklichkeit in unserer Gegenwart?
Hier, mitten unter uns! Jesus sagte seinen Jüngern, und die Gemeinde überlieferte das als ihre Erfahrung: Wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen (Mt 18,20).
D.h. mitten in unserem Leben, in der Wirklichkeit, in der wir leben und handeln, da ist er da. Auch wenn wir ihn nicht sehen. Das ist keine Vertröstung, sondern vielmehr das Angebot der Kraft, Liebe und Zuversicht. Denn Pfingsten ist die Verheißung, dass der Schöpfergeist Gottes in uns Gestalt gewinnt.

So lade ich Sie recht herzlich zu unseren nächsten Gottesdiensten ein, die wir natürlich weiterhin mit den notwendigen Hygiene- und Schutzmaßnahmen gemeinsam feiern wollen.

Unsere Gottesdienste im Juni:

Pfingstsonntag, 31. Mai 2020 um 10 Uhr / Bugenhagenkirche (Pastor Hohensee)
Sonntag, 7. Juni 2020 um 10 Uhr / Bugenhagenkirche (Pastor i.R. Timm)
Sonntag, 14. Juni 2020 um 10 Uhr / Paul-Gerhardtgemeinde
Sonntag, 21. Juni 2020 um 10 Uhr / Bugenhagenkirche (Pastor Hohensee)
Sonntag, 28. Juni 2020 um 10 Uhr / Bugenhagenkirche (Pastor Hohensee)

Seniorentagesstätte

Unsere Seniorentagesstätte, so haben Frau Christoph und ich uns abgesprochen, bleibt bis Ende der Sommerferien leider geschlossen.

Gemeindehaus

Das Gemeindehaus ist zu den üblichen Bürozeiten besetzt. Unsere Gemeindesekretärin ist anwesend, aber wir möchten Sie bitten, nur in dringenden Fällen zu kommen. Die Tür ist weiterhin verschlossen, zumal wir im Gemeindehaus dem Kindergarten einen Raum angeboten haben, um den Kindern den nötigen Schutzabstand in den verschiedenen Gruppen gewähren zu können.
Wann und unter welchen Bedingungen wir unser Gemeindehaus wieder öffnen, das erfahren Sie hoffentlich im nächsten Brief von mir.

Bis zum nächsten Gemeindebrief erhalten Sie alle weiteren Informationen und Veränderungen über unseren Schaukasten und über unserer Internetseite: bugenhagengemeinde.com

Haben Sie Fragen oder brauchen Sie Hilfe, so rufen Sie uns gern an:

  • Frau Madita Hansen (Gemeindepädagogin) 763 8055
  • Frau Christoph (Seniorenbeauftragte) 764 4571
  • Frau Schlicke (Gemeindesekretärin) 763 2435
  • Herr Hohensee (Pastor) 763 7981

Bleiben Sie gesund und gesegnet!
                    Ihr
Pastor Wolfgang Hohensee
Hamburg, den 30. Mai 2020

Wann können wir uns wieder treffen?

Liebe Gemeinde,
immer wieder werde ich gefragt, wann wir unser Gemeindehaus wieder öffnen können. Als Kirche sind wir an die Vorgaben des Hamburgischen Gesetz- und Verordnungsblattes gebunden. Die letzte Lesefassung enthält die Bestimmungen, die ab 13. Mai 2020 gültig sind.
Auch weiterhin gelten die Kontaktbeschränkungen. Unter Einhaltung der Hygiene- und Schutzmaßnahmen dürfen wir wieder Gottesdienst feiern. Das haben wir am vergangenen Sonntag getan. Sicherlich war es ein ungewohntes Bild, Menschen mit Mund- und Nasenschutz im Gottesdienst auf Abstand wahrzunehmen. Aber dennoch: wir haben uns gesehen, miteinander gebetet, Gottes Wort gehört und das Beste daraus gemacht. Deshalb möchte ich Sie ganz herzlich einladen, unsere weiteren Gottesdienste zu besuchen.
Am kommenden Sonntag (17. Mai) findet ein digitaler Gottesdienst statt. Dazu benötigen Sie (aus Datenschutzrechtlichen Gründen) ein Passwort, das Sie von unserer Gemeindepädagogin Frau Hansen bekommen. Frau Hansen und ihr Team haben sich viel Mühe gemacht, diesen Gottesdienst mit Liebe und Herzblut herzustellen. Nutzen Sie deshalb die Gelegenheit. Am Sonntag, d. 24. Mai werde ich wieder einen Gottesdienst (mit Abstand und Hygienemaßnahmen) um 10 Uhr in der Kirche feiern. Und am Pfingstsonntag findet dann ebenfalls um 10 Uhr ein Gottesdienst mit mir in der Kirche statt.
Der legendäre Pfingstmontagsgottesdienst im Freien wurde von den beteiligten Gemeinden abgesagt.
Letzte Woche sagte eine ältere Dame zu mir: „Pastor Hohensee, es ist ja nicht nur der Gottesdienst, sondern vor allem das Gespräch mit dem Nachbarn was mir so fehlt.“
Das kann ich gut verstehen. Gerade in diesen Zeiten ist es wichtig, weiterhin Sozialkontakte zu halten. Das kann über das Telefon, über Briefe, Internet aber natürlich auch zu zweit beim Spaziergang (mit Abstand) geschehen. Nutzen Sie diese Möglichkeiten.
Leider müssen wir unser Gemeindehaus noch bis auf Weiteres geschlossen halten. Mir und den Mitarbeitenden unserer Bugenhagengemeinde liegt es am Herzen, wenn Sie Hilfe brauchen oder in Nöten sind, Ihnen auch zu helfen.

Bitte scheuen Sie sich nicht uns anzurufen.

  • Frau Madita Hansen (Gemeindepädagogin) 763 8055
  • Frau Christoph (Seniorenbeauftragte) 764 4571
  • Frau Schlicke (Gemeindesekretärin) 763 2435
  • Herr Hohensee (Pastor) 763 7981

Alle weiteren Informationen entnehmen Sie bitte unserem Schaukasten oder unserer Homepage im Internet (bugenhagengemeinde.com).

Pastor Wolfgang Hohensee

Hamburg, den 14. Mai 2020

 Bleiben Sie guten Mutes, behütet, gesund und gesegnet.

Es geht weiter!

Liebe Gemeinde!
Wie Sie vielleicht in unserem Schaukasten schon entdeckt haben, feiern wir ab kommenden Sonntag, d. 10. Mai (Muttertag) wieder Gottesdienste in unserer Kirche. Das ist Grund zur Freude! GOTT SEI DANK – wir dürfen wieder Gottesdienst feiern.

Gleichzeitig sind wir als Gemeinde und „Kirche des öffentlichen Rechts“ an die staatlichen Vorgaben gebunden.
Diese Vorgaben sehen vor, dass wir ein Schutzkonzept für unsere Gottesdienste vorlegen müssen, in denen die vom Senat vorgeschriebenen Maßnahmen aufgenommen und berücksichtig werden. Dieses Schutzkonzept haben wir als Kirchengemeinderat entworfen und möchten es Ihnen vorstellen:

S C H U T Z K O N Z E P T bezüglich Hygienemaßnahmen zum Feiern des Gottesdienstes

  1. Besucher werden auf das Tragen von Mund-Nasen-Schutz hingewiesen
  2. Schutzmasken zum Verteilen sind vorrätig
  3. Ein Handdesinfektionsgerät steht am Eingang der Kirche
  4. Die Menschen geben ihre Kontaktdaten (Name, Anschrift u. Telefon) an uns weiter
  5. Die Gottesdienstbesucher werden zum Platz geführt
  6. Der Abstand zu anderen Gottesdienstbesuchern beträgt 1,5 – 2,0 Meter
  7. Im Gottesdienst wird nicht gesungen
  8. Die Kollekte wird mit Abstand am Ausgang gesammelt
  9. Auf das Abendmahl wird verzichtet
  10. Im Anschluss an den Gottesdienst werden die Stühle desinfiziert

Liebe Gemeinde,
das klingt alles sehr viel, aber ich finde, damit kann man vorerst leben und die Freude über ein mögliches Zusammenkommen überwiegt.
Deshalb möchte ich Sie ganz herzlich einladen, unsere Gottesdienste zu besuchen.
Am 17. Mai hat unsere Gemeindepädagogin Frau Hansen einen „Internetgottesdienst“ vorbereitet. Den können Sie auf unserer Homepage „bugenhagengemeinde.com“ anklicken und anschauen (der Online-Gottesdienst ist aus Sicherheitsgründen und der Beteiligung minderjähriger Ehrenamtlicher passwortgeschützt, das Passwort aber bei Frau Hansen zu erfragen: madita.hansen@bugenhagengemeinde.de). Da wir gegenwärtig nicht wissen, wie und wann sich hoffentlich die weiteren Öffnungen vollziehen, sodass wir wieder unser Gemeindehaus und auch die Seniorentagesstätte öffnen können, möchten wir Sie bitten, sich über unseren Schaukasten und auch über unsere o.g. Website zu informieren. Im Augenblick macht es keinen Sinn einen Gemeindebrief für die nächsten 4 Monate herauszugeben.

Wenn Sie Fragen, Hilfe oder Unterstützung brauchen, so rufen Sie uns gern an:

Wolfgang Hohensee, Gemeindepastor (763 7981)
Dörte Schlicke, Gemeindesekretärin (763 2435)
Madita Hansen, Gemeindepädagogin (763 8055)

Ihr Pastor Wolfgang Hohensee

07. Mai 2020

Wie geht es weiter?

Liebe Gemeinde,

die bisherige Handlungsempfehlung unserer Landeskirche und der Regierung lautete, auf Gottesdienste und „nicht unbedingt notwendige“ Veranstaltungen bis auf Weiteres zu verzichten, um die Ausbreitung des „Corona-Virus“ zu verlangsamen bzw. zu unterbrechen.
Nun finden langsam Öffnungen statt. Das freut uns und wir gehen davon aus, dass ab 10. Mai auch wieder Gottesdienste unter bestimmten Bedingungen (Handdesinfektion, Mund-Nasen-Schutz, Abstandshaltung, Kontaktdaten) gefeiert werden dürfen. Genaue Anweisungen für Hamburg werden in den nächsten Tagen mitgeteilt. Wir werden Sie im Schaukasten vor dem Gemeindehaus und über unsere Homepage informieren.

Bleiben Sie behütet und gesegnet!

Pastor Wolfgang Hohensee
Hamburg, den 5. Mai 2020

Brief an die Gemeinde vom 26. März 2020

Liebe Gemeinde,

in nur wenigen Wochen hat sich unsere Welt aufgrund des „Covid-19“ verändert. Das Virus bestimmt unser Denken und macht vielen Menschen zu Recht Sorge. Wie können wir in diesen Tagen, wo wir Abstand halten müssen, uns dennoch nahe kommen, uns verbinden und über unsere Befindlichkeiten, Sorgen und Ideen miteinander kommunizieren? Ein Widerspruch, der aber erstaunliche Kreativität freisetzt. Vor allem die jüngeren Menschen sind digital unterwegs und kommunizieren per WhatsApp, Facebook, Twitter, Newsletter o.ä.

Bei den älteren Menschen hat das Telefon eine wichtige Bedeutung. Wichtig ist und bleibt: egal ob digital oder analog – wir sind eine Gemeinde und wollen schauen, wie wir uns gegenseitig mit unseren Kräften helfen können. Dazu ist es notwendig voneinander zu wissen, wer zum Beispiel Hilfe braucht. Ich denke vor allem an einsame, ältere und kranke Menschen, die keine Familie im Hintergrund haben. Oder auch alleinerziehende Mütter, die es besonders schwer haben.

Auf unserer Website bugenhagengemeinde.com können Sie direkt mit uns in Kontakt kommen. Oder aber über das Telefon. Das Gemeindehaus wie auch die Kirche und die Seniorentagesstätte müssen weiterhin leider geschlossen bleiben.

Dennoch können Sie sowohl unsere Gemeindesekretärin Frau Schlicke (763 2435) als auch unsere Gemeindepädagogin Frau Hansen (763 8055) zu den üblichen Bürozeiten telefonisch erreichen. Und selbstverständlich können Sie auch mich (763 7981) jederzeit erreichen. Es gibt auch eine neue Sorgen-Hotline der Nordkirche. Ich selbst arbeite dort auch mit. Die kostenlose Seelsorge-Hotline (0800-45 40 106) ist an 7 Tagen in der Woche zunächst für vier Stunden von 14 bis 18 Uhr freigeschaltet.

Leider dürfen wir zur Zeit keine öffentlichen Gottesdienste feiern. Aber auch hier gibt es gegenwärtig ganz verschiedene Angebote:

  • Wer bei YouTube in die Suchmaschine „Gottesdienste“ eingibt, wird auf eine Fülle von Gottesdiensten, Andachten und andere tröstliche Seiten hingewiesen.
  • Sonntags wird im Fernsehen jeweils ein ev. Gottesdienst oder eine kath. Messe übertragen.
  • Es gibt praktische Apps etwa von der Deutschen Bibelgesellschaft, mit denen Sie regelmäßig kleine Stücke der Bibel lesen können.
  • Der Fernsehsender „Bibel TV“ bietet gute religiöse Erbauungsfilme, Interviews und Gottesdienste.
  • Es gibt sog. Fastenbriefe, die im Internet unter anderezeiten.de gelesen werden können.

Wichtig ist, dass wir uns nicht gegenseitig aus dem Blick verlieren, sondern in der Familie, Nachbarschaft und Gemeinde voneinander hören, uns helfen, trösten und Mut machen. Dazu soll auch das tägliche Glockengeläut dienen.

Unsere gesamte Nordkirche hat sich einheitlich zu einem „Hoffnungsläuten – Innehalten am Mittag“ entschieden.
Die Bischöfinnen und Bischöfe der Nordkirche rufen uns zu einer nordkirchenweiten Aktion auf. In ganz Schleswig-Holstein, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern werden mittags um 12 Uhr die Glocken läuten, als Zeichen der Hoffnung in schweren Zeiten. Denn unsere Glocken erreichen die Ohren und Herzen sehr vieler Menschen auch bei Ausgangsbeschränkungen. Wer hört, gehört schon dazu. Wir sind auf diese Weise verbunden und geben den Menschen Gelegenheit ihren Tag, kurz zu unterbrechen und sich Zeit zum Innehalten und Beten zu nehmen.

Wo immer wir die Glocke hören, kann jede und jeder für sich ein Gebet sprechen.
Wie heißt es so schön im Matthäusevangelium: Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan. (Mt 7,7)
An dieser Verheißung wollen wir festhalten und mit Herz, Hand und Verstand füreinander da sein.

Ich wünsche uns allen viel Kraft, Fantasie und den Blick für den, der uns gerade braucht und grüße mit einem Wort aus der amerikanischen Partnerkirche:
„Stay healthy, trust God, and wash your hands“.

Ihr

Pastor Wolfgang Hohensee
Hamburg, den 26. März 2020

Die Gemeinde ist derzeit GESCHLOSSEN

Liebe Gemeinde,

die aktuelle Handlungsempfehlung unserer Landeskirche lautet, auf Gottesdienste und „nicht unbedingt notwendige“ Veranstaltungen bis auf Weiteres zu verzichten, um die Ausbreitung des „Corona-Virus“ zu verlangsamen bzw. zu unterbrechen.

Auch wurde am 15.3.2020 von der Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz (BGV) in Abstimmung mit weiteren Behörden eine Allgemeinverfügung herausgegeben. So heißt es in Ziffer 1:
„Soweit nachstehend nichts anderes bestimmt ist, sind öffentliche und nichtöffentliche Veranstaltungen, bei denen es zu einer Begegnung von Menschen kommt, sowie Versammlungen unabhängig von der Zahl der Teilnehmenden untersagt.“

Diese Anordnung gilt zunächst bis einschließlich 30. April 2020.
Wir möchten Sie eindringlich darum bitten, sich daran zu halten.

Wenn Sie Personen kennen oder selbst Hilfe benötigen, dann geben Sie bitte im Pastorat (040-763 7981) oder im Sekretariat (040-763 2435) Bescheid.

 

Hamburg, den 16. März 2020


Und heilt die Kranken, die dort sind, und sagt ihnen: Das Reich Gottes ist nahe zu euch gekommen.

Lukas 10, 9